Warum sich ein zweiter Blick auszahlt…

„If only your eyes saw souls instead of bodies, how very different our ideals of beauty would be“ Viel zu oft lassen wir uns durch Äußerlichkeiten zu vorschnellen Urteilen hinreißen. Hast du den gesehen? Wie sieht die denn aus? Schau dir mal die Frisur an! … Ja, mit diesen Statements geizen wir nicht, denn wir lenken uns mit unserem kritischen Blick ab und müssen weder zu uns schauen, noch entdecken, dass der andere vielleicht doch eigene Prioritäten und wertvolle Schätze in sich trägt. Dieser kritische Blick aufs Außen, dieses Aburteilen und Verurteilen, verleitet uns noch einmal mehr dazu uns nicht einzulassen, abzutauchen und zu entdecken, was an der Oberfläche nicht sichtbar ist. Denn zu einfach, sicher und verlockend scheint es an dieser Oberfläche zu treiben. Verzichten wir aber darauf einen tieferen, neuen Blick zu wagen, entgeht uns nur zu oft wahre Schönheit. Schönheit, die wir nicht immer sofort erkennen können und die auch nicht zur Schau gestellt wird. Schönheit, die wir erst durch näheres Hinsehen, durch achtsames Zuhören, durch Geltenlassen entdecken dürfen. Eine Schönheit, die wir als Geschenk für unseren zweiten Blick erhalten. Um zu beginnen diese Schönheit wahrzunehmen, ist es wie immer am hilfreichsten mit sich selbst zu beginnen. Denn die Kritik geben wir ja nicht nur nach Außen ab, sondern wenn wir uns selbst betrachten oder mit uns in Zwiesprache treten, gehen wir mit uns meist noch viel härter ins Gericht. Hier einen liebevollen Umgang mit sich zu finden, ist ein erster Schritt den eigenen Schatz zu finden, zu heben und auch sichtbar werden zu lassen… Vielleicht erst auf den zweiten Blick.
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