Die Angst ist nicht dein Problem, sie steht nur an der Tür. Es ist eigentlich fast ein bisschen ironisch. Wir nennen es „Komfortzone“. Und trotzdem fühlt sie sich oft alles andere als komfortabel an. Du zweifelst, drehst dich im Kreis, bleibst in Situationen, die dir längst nicht mehr guttun. Oft sind es genau diese Selbstzweifel, die uns davon abhalten, unsere Komfortzone zu verlassen. Und du bleibst. Nicht, weil es sich gut anfühlt, sondern weil es sich vertraut anfühlt. Und vielleicht kennst du das Gefühl, dass du eigentlich genau weißt, was dir guttun würde und trotzdem veränderst du nicht. Lies‘ unbedingt bis zum Ende, denn dort wartet ein Geschenk auf dich, das dir helfen wird, wieder ins Tun zu kommen.
Warum sich deine Komfortzone oft nicht gut anfühlt
Das ist der Punkt, den viele übersehen. Deine Komfortzone fühlt sich nicht unbedingt leicht, frei oder richtig an. Aber sie ist das, was du kennst. Und dein ganzes System liebt das. Nicht weil es das ist was du willst oder brauchst, sondern weil es dir vermittelt, dass es hier sicher für dich ist. Und das obwohl es sich innerlich längst nicht mehr stimmig anfühlt. Oft verwechseln wir deshalb Vertrautheit mit Sicherheit und bleiben in Zuständen, die uns eigentlich nicht guttun, einfach weil sie bekannt sind.
Die Angst steht vor der Tür. Und dann gibt es diesen Moment, in dem du spürst, dass da mehr auf dich wartet und die wagst dich nach vorne. Ein nächster Schritt, eine Entscheidung oder eine Veränderung. Aber genau dort, an der Schwelle hinaus, passiert etwas Spannendes. Es ist, als würdest du vor einer neuen Tür stehen und jemand würde dir den Weg versperren. Deine Angst, wie ein Türsteher baut sie sich vor dir auf und sagt dir, dass du noch nicht so weit bist, dass du nicht genug weißt oder dass das einfach nichts für dich ist. Und wahrscheinlich kennst du diese Gedanken. Sie fühlen sich so überzeugend an, dass du beschließt stehen zu bleiben. Zu warten. Zu warten bis du vielleicht irgendwann auch so weit bist.
Die Angst will dich schützen. Wie vorhin schon erwähnt ist dein Nervensystem am liebsten in Sicherheit. Hier kennt es alles, auch wenn es nicht das ist was du dir wünscht. Warum also ein Risiko eingehen? Wenn sie dich doch vor Unsicherheit, vor Ablehnung, vor dem Unbekannten schützen kann. Dieser Schutz ist nicht falsch, aber er basiert oft auf alten Erfahrungen und nicht auf dem, was heute möglich ist. Das macht es so schwierig, weil sich dieser innere Widerstand sehr real anfühlt, auch wenn er nicht mehr zu deiner aktuellen Situation passt.
Warum es dir nicht an Klarheit fehlt. Viele glauben, sie müssten noch klarer und mutiger werden oder ihre Angst verlieren, um ihre Komfortzone zu verlassen. Doch darum geht es nicht. Die Angst verschwindet nicht einfach. Sie bleibt oft genau dort stehen, an dieser inneren Schwelle. Die entscheidende Frage ist nicht, ob sie da ist, sondern ob du ihr weiterhin alles glaubst, was sie dir erzählt. Nimm dir für diesen Schritt ganz bewusst „Mut“ als Begleiter an die Seite und erlaube der Angst, dich ebenfalls zu begleiten. Nicht als lauter Aufpasser, sondern als stiller Schutz, falls du ihn brauchst. Aber denke immer daran: Du bleibst derjenige bzw. diejenige, die entscheidet. Denn Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben, sondern trotz der Angst einen Schritt zu gehen.
Vertrauen entsteht im Tun. Wir warten so oft darauf, dass wir uns sicher genug fühlen, bevor wir handeln. Doch Vertrauen funktioniert nicht auf diese Weise. Vertrauen entsteht nicht, bevor du gehst, sondern ganz im Gegenteil. Vertrauen entsteht, weil du gehst. Es entwickelt sich in dem Moment, in dem du dich bewegst, in dem du etwas ausprobierst, in dem du erfährst, dass du mit den Herausforderungen des Neuen umgehen kannst. Du musst nicht wissen, wie alles ausgeht. Du darfst dir zutrauen, dass du einen Weg finden wirst, auch wenn du ihn jetzt noch nicht sehen kannst. Mehr dazu in der neuen ALOHA – Anders leben ohne Angst Podcatsfolge
Du musst den Weg noch nicht kennen. Vielleicht kennst du dieses Gefühl, dass du gerne losgehen würdest, aber nicht weißt wie und vor allem nicht jede Abzweigung vor Augen hast. Und genau hier liegt die Einladung: Du darfst beginnen, ohne die ganze Strecke zu überblicken. Du kennst die Richtung, du kennst dein Ziel? Sehr gut. Du bist vorbereitet auch wenn du nicht jeden Schritt kennst. Viele Möglichkeiten entstehen gerade auf dem Weg. Denn das, was du heute noch nicht sehen kannst, zeigt sich häufig erst, wenn du dich bewegst.
Für dich, wenn du wieder ins Vertrauen kommen möchtest
Wenn du merkst, dass du dich immer wieder zurückhältst, obwohl du eigentlich genau spürst, was dir guttun würde, dann lohnt es sich, hier einmal genauer hinzuschauen. Ich habe ein kleines, kostenloses Workbook für dich erstellt: „Zurück in dein Vertrauen“. Es unterstützt dich dabei zu erkennen, was dich wirklich zurückhält – und wie du trotz deiner Ängste und Zweifel wieder mehr Sicherheit in dir finden und einen ersten konkreten Schritt für dich formulieren kannst.
Reminder: Vielleicht geht es im Moment nicht darum, keine Angst mehr zu haben. Vielleicht geht es nur darum, dich nicht mehr von ihr aufhalten zu lassen. Die Tür ist da und auch der Teil in dir, der dich schützen will. Aber du darfst entscheiden, ob du stehen bleibst oder weitergehst.


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