Soll ich oder soll ich nicht?

Wie oft stellen wir uns diese Entscheidungsfragen, ganz egal wann und weshalb. Hier reicht die Palette von ganz einfachen Entscheidungen wie „lass ich das Telefon jetzt einfach mal läuten“ bis hin zu „soll ich diesen Job annehmen“ oder „soll ich in dieser Beziehung bleiben“?

Wenn SIe schnell von Entscheidung sind und wissen was Sie wollen, dann haben Sie es nicht verlernt auf ihr Inneres zu hören und darauf zu vertrauen. Doch, ganz vielen von uns fällt es nur zu oft schwer eine Entscheidung für uns zu treffen. Wir wägen die Pro und Contras ständig ab, verlieren uns im Gedankenkarussell: Was, wenn die Entscheidung die falsche ist? Was, wenn ich es bereue mich so entschieden zu haben?… Bis es irgendwann fast unmöglich ist überhaupt eine Entscheidung zu treffen und wir lieber da bleiben, wo wir gerade sind auch, wenn es uns nicht glücklich macht.

Zu früh haben wir dann gelernt, nicht auf unser Gefühl zu vertrauen. Da sind dann meist Sätze in der eigenen Kindheit gefallen wie „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“ – obwohl man sich gerade das Knie blutig geschlagen hat und man einfach vor lauter Schreck und Schmerz, den man fühlt ganz fürchterlich weinen muss… oder „Also, das ist jetzt wirklich nicht so schlimm“ wenn man wutentbrannt ist, weil gerade jemand den Turm zerstört hat, den man mühevoll aufgebaut hat oder „sei doch nicht so und borg dein Spielzeug her“ gerade das, was man am allermeisten liebt… Ja solche Sätze wirken harmlos, gehören zur „guten Erziehung“, das Kind muss ja lernen wie man sich benimmt…. aber was machen diese verhängnisvollen Sätze mit uns? Sie zeigen uns immer wieder aufs Neue, das was du fühlst stimmt nicht, ist nicht so schlimm, tut nicht so weh…

Und genau da liegt der Hund begraben, warum es uns im Erwachsenenleben nicht immer leicht fällt Entscheidungen zu treffen. Denn wir haben es schlicht und ergreifend verlernt besser gesagt es wurde uns im wahrsten Sinne des Wortes abtrainiert unseren Gefühlen zu vertrauen.

Eine einfache Übung, wenn man so gar nicht weiß, was man gerade will und wie man sich entscheiden soll ist die altbekannte Entscheidungshilfe „Kopf oder Zahl“. Ja eine Münze werfen. Aber diesmal geht es nicht darum zu tun, was die Münze vorgibt, sondern auf sein Herz zu hören. Denn Ist die Entscheidung Kopf oder Zahl gefallen – spürt man schnell, ob das Herz hüpft oder zieht und man sich denkt ärgerlich, wäre doch das andere gekommen.

Haben Sie vertrauen, wenn Ihr Herz hüpft ist es Ihres und das, was Ihnen entspricht, zieht es, ist es nicht unseres sondern, handeln wir gegen uns fallen wir schnell in alte Muster und gefallen dann wohl den anderen besser, aber leben nicht das was wir wirklich, wirklich wollen und fühlen.